· 

Jahresrückblick 2020 - Das Jahr des Lernens

Foto: Heike Brandl
Bei Radolfzell am Bodensee - okay, das Wetter war zu schön für richtige Wellen

 

Wäre ich Wassersportlerin, hätte ich dem Jahr 2020 wohl folgendes Motto mitgegeben:

 

"Du kannst die Wellen nicht aufhalten, aber du kannst lernen zu surfen." Jon Kabat Zinn

 

Tja, Wellen gab es jedenfalls. Und ich habe wie viele andere gelernt, damit umzugehen, das Beste daraus zu machen. Manches ist gelungen, manches so "lala", das eine oder andere fiel wegen Corona ins Wasser. Anderes wird 2021 wieder auf dem Plan stehen. Die meisten privaten Themen sind sowieso immer dran.

Das waren die Pläne beruflich:

  • Die Dozentenausbildung abschließen
  • Als Dozentin Aufträge in verschiedenen Branchen generieren
  • Meine Webseite neu aufsetzen
  • Als Heilpädagogin ein stabiles zweites Standbein behalten

Und das hatte ich mir privat vorgenommen:

  • Sportlich aktiv und gesund bleiben
  • Neues entdecken
  • Eine Japan-Reise

Überhaupt, das Lernen an sich war rückblickend etwas, was sich durchgezogen hat. 

 

Hurra – ich habe die Dozentenausbildung abgeschlossen

Eine Lernaufgabe des Jahres 2020 war die zweite Stufe der Dozentenausbildung. Bei Lingva Eterna ist es so, dass die erste Stufe als sogenannte Fachdozentin dazu ausbildet, in der Branche der eigenen beruflichen Herkunft tätig zu werden. Bei mir waren das also die pädagogischen Handlungsfelder Kita, Schule und alles was so dazugehört. Diese Weiterbildung schloss ich 2016 ab.

 

Bereits im November 2019 begann die zweite Stufe der Weiterbildung, ein weiterer Seminarblock im Februar 2020 und einer im Mai waren geplant – derjenige vom Mai wurde coronabedingt in den August verschoben. Das spannende an dieser Ausbildung war, dass ich mit TeilnehmerInnen aus den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern aus ganz Deutschland und Österreich im Seminar saß. Das brachte schon eine wunderbare Vielfalt mit. Unsere Ausbilderin Mechthild von Scheurl-Defersdorf gestaltete das Lernen sehr praxisorientiert: Fachliche Inhalte für die verschiedenen Seminarformen, Coachings und Themenkreise (z.B. Leistung und Gesundheit – ja, auch das hat was mit unserer Sprache zu tun) nahmen viel Raum ein.

 

Bei Train-the-Trainer-Seminaren lernt jede Teilnehmerin natürlich auch Methodik und Didaktik über die Meta-Ebene, also die Beobachtung der AusbilderInnen. Das ist für mich immer der zweite besonders spannende Aspekt einer solchen Weiterbildung. Eine herausragende didaktische Herangehensweise habe ich als besonders hilfreich erlebt: Storytelling über zwei halbe Seminartage anhand eines Fallbeispiels im Coaching, so dass ein roter Faden durch die unterschiedlichsten Coaching-Situationen führte. Danke Dirk Eichhorn-Mödel  für diese Erfahrung.

 

Mit der zweiten Stufe als sogenannte Dozentin erlangte ich die Qualifikation, um für alle Branchen tätig zu werden. Wer jetzt bei Lingva Eterna nachschaut: Es gab hier eine Neustrukturierung und Weiterentwicklung. So heißt die erste Ausbildungsstufe künftig Sprach- und Kommunikationsberater und die zweite Ausbildungsstufe Sprach- und Kommunikationstrainer.

 

Erkenntnis: Die Sprache macht auf allen Ebenen den Unterschied, ob etwas gelingt oder nicht. Auf welchen Ebenen? Egal, ob ich in der Rolle der Dozentin oder der Teilnehmerin bin, egal ob ich Kundin oder Verkäuferin bin, ob ich Gast oder Gastgeberin bin und so weiter. Egal auf welcher Seite ich stehe, ich habe immer Einfluss (nur) auf meinen Part, und meine Sprache steckt die anderen an. So kann es gelingen.

 

Natürlich gab es danach was zu feiern. 

Wie sich Corona auf meine Arbeitsfelder ausgewirkt hat

Zunächst mal war es in der Heilpädagogik spannend. Im ersten Lockdown hatten die Kitas geschlossen und ich konnte noch eine Woche in der Praxis arbeiten. Dann war erstmal Sendepause und ich dachte mit Kolleginnen und dem Kostenträger über unsere Möglichkeiten nach.

 

Erstmal erarbeitete ich für die Kids je nach Förderschwerpunkt Übungsaufgaben und Spiele, die die Kinder mit Eltern und teilweise Geschwistern zu Hause machen konnten. Abwechslung und Kreativität war gefragt – die Freunde fehlten allen. Ich schickte Aufgaben per Email und brachte manches Material an die Haustür. Alle freuten sich darüber und ich bekam etliche Ergebnisse per Foto zugesandt. Einige Familien begleitete ich eine Zeitlang online und die Kinder erzählten – soweit dies sprachlich möglich war. Wir spielten per Video und Anleitung und ich beobachtete Interaktionen am Küchentisch. Auch Elternberatungen führte ich nun online durch.

 

 

Eltern wie Kinder meisterten die Zeit großartig und doch freuten sich alle riesig, als endlich die Kids mit erhöhtem Förderbedarf wieder in die Kitas gehen durften. Auch ich war froh, als ich in den Kitas endlich wieder unter Menschen kam.

 

Im Herbst kam dann auch in der Kita die Mundschutz-Pflicht. Ich war froh um das Klarsicht-Modell, das nicht nur die Mimik für die Kinder sichtbar macht, sondern auch die Mundmotorik für die Sprachförderung. Sonst lief und läuft hier erstmal alles nahezu normal weiter. Update 11.12.20: Die Zulassung hierfür wurde wieder entzogen. Also geht’s wieder mit Stoff-Mundschutz. 

 

Erkenntnis: Kreativität und Flexibilität ist alles – doch eigentlich ist das gar nicht neu. Als Heilpädagogin praktiziere ich das seit meinem ersten Arbeitstag. 

Spezialeinsätze im Gottesdienst

Als Kirchenvorstand in unserer evangelischen Kirchengemeinde war ich dieses Jahr besonders gefordert. Anfang Mai begannen wir wieder mit Gottesdiensten in der Kirche und brauchten dafür ein Hygienekonzept. Mein Spezialeinsatz war danach in zahlreichen Gottesdiensten ein Ordnerdienst. Dabei war jeweils eine Ordnerin für Anmeldeliste zuständig und die andere Ordnerin für das Einweisen auf den Plätzen nach den Abstandsregeln.

 

Auch für das Abendmahl gab es eine Neuentwicklung mit Einzelkelchen und Hostien auf einzelnen kleinen Tabletts. Dies bedeutet natürlich Mehraufwand in Vor- und Nachbereitung. Doch ich glaube, damit konnten wir ein hohes Maß an Vertrauen in die Sicherheit der Gottesdienstbesucher erreichen. Dies zeigen unsere stabilen Besucherzahlen. Wir merken, dass die Menschen auch eine Sehnsucht nach Sinn, Trost und Gemeinschaft haben. Das finden sie im Gottesdienst.

 

Erkenntnis: Auch Kirchen tun Kreativität und Flexibilität gut. 

Der Weg ins Online-Business

Schon länger hatte ich mit dem Gedanken gespielt, auch Online-Seminare anzubieten. Im Frühjahr wurde es dann absehbar, dass nach dem Lockdown auch nicht gleich alles wieder in Präsenzveranstaltungen gehen würde. So beschloss ich, jetzt sei es soweit. Ich nahm selbst an etlichen Seminaren online teil, um Eindrücke zu sammeln, Technik kennenzulernen, Plattformen auszuprobieren.

 

Ich führte erste Seminare online durch und war angenehm überrascht: Die Anwendung der wertschätzenden Kontaktaufnahme mit den 3A ermöglichte auch online das klare Führen der Ansprechübungen. Die TeilnehmerInnen gaben positive Rückmeldungen: Mit einer am Bildschirm übersichtlichen Anzahl können wir Lingva Eterna Seminare gut online durchführen. Ebenso gut geht das im Coaching. Bei mir liegt der Fokus ohnehin auf der Sprache und die ist ja eins-zu-eins darstellbar.

 

Sowohl an Seminaren als auch Coachings hätte ich gerne noch einiges mehr durchgeführt. Dass die Anzahl noch übersichtlich war, liegt wahrscheinlich sowohl an mir als auch an möglichen Kunden bzw. Coachees. Auf Kundenseite ist bei manchen eine gewisse Zurückhaltung gegenüber der Technik zu sehen und bei denen, die damit vertraut sind, eine Übersättigung. Wer beruflich schon den ganzen Tag in der Online-Konferenz oder im Online-Unterricht ist, hat am Abend keine Lust mehr auf ein Online-Seminar.

 

Das Vorbereiten von neuen Formaten und das Bewerben derselben ist jedoch auch zeitintensiv. Und da habe ich einfach auch andere Prioritäten gesetzt.

Doch für das neue Jahr ist schon wieder etliches geplant.

 

Erkenntnis: Online-Business ist kein Sprint sondern ein Marathon. 

 

Heike Brandl Foto: www.cmk-photography.de
Online geht auch: Coaching, Elternberatung, Webinare

Entdeckungen mit dem Fahrrad

Jede die mich kennt weiß, dass ich ziemlich viel mit dem Rad unterwegs bin. Für unsere große Tour 2018 kaufte ich mir neue Packtaschen. Diese sind jetzt immer am Touren-Rad, sodass ich auch meine Einkäufe meistens mit dem Fahrrad erledigen kann. Das habe ich schon 2019 begonnen und in diesem Jahr noch konsequenter durchgezogen. Das ist einer meiner Beiträge zum Klimaschutz. Wer es genau wissen will: Laut Tacho bin ich dieses Jahr 3395 km mit dem Rad gefahren (ohne die Fahrten für Einkäufe usw.).

 

Denn mit Entdeckungen meine ich eigentlich die Touren mit dem Mountain-Bike im Landkreis Main-Spessart. Die waren dieses Jahr wesentlich umfangreicher und häufiger möglich als in den Jahren vorher. Wir waren einfach mehr zu Hause als sonst. Und was wir alles „erfahren“ haben: Burgruinen und Wasserfälle, Heidelbeer-Wälder und Bärlauch-Erntefelder, verwunschene Waldteiche und historische Bergbau-Stollen, blühende Wiesen und leckeres Essen in den Biergärten, knackige Anstiege den Spessart hinauf und flowige Trails wieder hinab. 

 

 

Es war uns bald klar, dass auch der Urlaub anders als geplant laufen würde. Unser Sohn Maximilian hatte sich für Olympia in Tokio qualifiziert und den Startplatz für das Cross Country MTB Rennen schon ziemlich sicher. Da wären wir natürlich gern dabei gewesen und hatten bereits den Flug gebucht. Dass wir nicht dorthin fliegen konnten, war ja nun das geringste Problem…

 

Wir planten also wieder eine Radtour, diesmal in Süddeutschland. Wie immer, wenn wir länger unterwegs sind (also 2018 zum Nordkap und 2019 in Kanada), war das Wetter super. Wir brauchten tatsächlich kein einziges Mal Regenjacken, stattdessen jede Menge zu trinken, denn es war einfach nur heiß. Jeder See auf der Strecke und (fast) jeder Biergarten verschafften uns Abkühlung.

 

Es war eine wunderschöne Rundtour mit Start und Ziel in Schwäbisch Gmünd, über Donauwörth – München – Murnau – Bodensee – Freiburg – Alpirsbach und das Neckartal. Abseits der großen Touristenziele genossen wir die Besuche bei Freunden und Verwandten, hielten Siesta in schnuckeligen Cafés und staunten über die Schönheit der Natur auf den ruhigen Strecken im Allgäu und im Schwarzwald. 

 

Erkenntnis: Bei uns im Spessart und in Süddeutschland ist es wunderschön. Es gibt noch mehr Gegenden in Deutschland, die wir noch nicht kennen. So können wir noch mehr entdecken. Doch wenn es 2021 wieder ins Ausland gehen darf, ist es auch schön. 

 

Webseite, Newsletter & Co: Meine digitale Evolution 2020

Da hat sich doch eine ganze Menge getan. Zum Glück habe ich 2019 mal einen Screenshot meiner Webseite gemacht. Die Farbe war ganz schön krass. Die war auch der Hauptgrund für eine Überarbeitung. 

www.heilpaedagogik-lohr.de 2019
www.heilpaedagogik-lohr.de 2019

 

Dazu gehörten dann auch die neuen Business-Fotos, von denen ich immer noch ganz begeistert bin - danke nochmals an CMK Photography

 

Nach dem Urlaub ging es also los mit dem Relaunch der Webseite. Nach einer Woche Arbeit stellte ich das Ergebnis zwei Freundinnen und meinem Mann vor. Die Freundinnen – eine Heilpädagogin, eine Kommunikationstrainerin – schauten wohlwollend und mit fachlichem Blick darauf. Mein Mann schaute mit dem Blick eines potenziellen Kunden – und kam zu einem kritischen Ergebnis: Schön und gut, doch jeder Nicht-Pädagoge würde vermutlich die Webseite nach einer Minute verlassen. Es ginge doch zu viel um Kinder, Eltern und Pädagogik. Na bravo, dachte ich.

 

Was ich im Grunde schon vorher geahnt hatte: Eine zweite Webseite musste her. Das Ganze also nochmal von vorne. Die „alte“ bleibt für die Heilpädagogik www.heilpaedagogik-lohr.de und die neue für das Kommunikationstraining www.brandl-kommunikationstraining.de. Meine Jimdo-Webseite war bewährt, dabei wollte ich bleiben. Es gab dennoch einige technische Herausforderungen. Der Blog sollte ja thematisch bei der neuen Webseite angesiedelt werden. Der musste also umziehen bzw. tut es in Häppchen immer noch. Beim „Umzug“ gibt es immer nochmal kleine Überarbeitungen der Artikel und Fotos, jedoch auch die Gelegenheit einzelne Blog-Artikel in den sozialen Medien wieder zu erwähnen. 

 

 

Apropos soziale Medien: Im September und Oktober beschloss ich, mich an Facebook-Live-Videos zu wagen. Das fand ich anfangs ganz schön aufregend. Doch nach einigen Malen stellte sich eine gewisse Routine dazu ein. Mir ging es in erster Linie darum, Menschen, die mich noch nicht kennen, eine Gelegenheit zu geben, mich zu hören und zu erleben. So können sie eine Vorstellung davon gewinnen, wie ich im Coaching oder im Seminar bin. Daher beließ ich es vorläufig bei einer Handvoll Videos. Mal sehen, ob da im nächsten Jahr wieder was dazu kommen wird. 

 

Nächstes Projekt: Eine XING-Challenge mit Sabine Piarry zum Thema Sichtbarkeit im November. So habe ich auch dort alles etwas überarbeitet und schick gemacht. Wer von euch ist auch auf XING? Schaut mal rein in mein Portfolio!

 

Und jetzt zum krönenden Jahresabschluss noch die Facebook-Challenge zum Jahresrückblog mit Judith Peters. Die machte mir nochmal deutlich, was alles los war 2020 und auch wo ich noch Luft nach oben für die Online-Präsenz habe.

 

Erkenntnis: Ich als Nicht-Informatikerin habe hier lohnendes gelernt und viel Arbeit investiert. Ich bin stolz darauf, das alles selbst geschafft zu haben. 

 

Inspiration Symposium Seligenstadt

Die LINGVA ETERNA Dozentenvereinigung veranstaltet jährlich ein Symposium. Dort kommen ReferentInnen aus den unterschiedlichsten Branchen und Tätigkeitsbereichen zusammen und halten ihre Fachvorträge unter der Überschrift „Jedes Wort wirkt“. Am 26. September hielt ich in Seligenstadt meinen Vortrag zum Thema "Inklusion mit Sprache begleiten". Hier hatte ich einmal die Gelegenheit meine beiden Arbeitsbereiche gut miteinander verknüpft in der Öffentlichkeit darzustellen.

 

Es war ein inspirierende Veranstaltung mit zahlreichen wunderbaren Themen und Referenten. Ich nahm eine große Anzahl an Ideen für eigene Vorträge, Seminare und Blog-Artikel mit nach Hause. Ein paar habe ich auch schon umgesetzt, z.B. in meinem letzten Seminar zum Thema „Sprache als Schlüssel in der Teamentwicklung“. Auch die ZuschauerInnen vor Ort und diejenigen, die online dabei waren, waren begeistert. Nächstes Jahr wird es wieder ein Symposium geben, diesmal in Stuttgart.

 

Erkenntnis: Sprache ist überall – Es ist so wertvoll, zu wissen wie sie in den unterschiedlichsten Stellen, Situationen, Branchen wirkt. 

 

Welche Bücher und Podcasts mich 2020 inspiriert haben

Wie soll ich Leseratte aus 24 Romanen und 10 Sachbüchern, die ich 2020 gelesen habe, die besten auswählen? Funfact: Ja, ich schreibe mir auf, was ich gelesen habe und notiere auch meine kleine private Rezension dazu. So habe ich zumindest eine Grundlage dafür, was ich jetzt hier auswähle. 

Ich habe mich für zwei Romane und zwei Sachbücher entschieden, denn aus jeder Kategorie hat es bereits ein Exemplar in einen früheren Blog geschafft: Sasa Stanisic mit "Herkunft" (Roman) und Mechthild von Scheurl-Defersdorf und  Theodor von Stockert „Ein lautes Ja zum Leben sagen“ (Sachbuch).

 

Hier also die Sachbücher, die ich übrigens beide in unserer Stadtbibliothek entdeckt habe:

Marie Kondo, Scott Sonenshein "Joy at Work - Aufgeräumt und erfolgreich im Arbeitsleben" Darin habe ich richtig gute Inspirationen und Tipps für die praktische Umsetzung gefunden. Ich bin zwar noch weit weg vom leeren Schreibtisch, doch immerhin schaffe ich es fast immer am Abend abzuräumen. 
Maren Urner "Schluss mit dem täglichen Weltuntergang - Wie wir uns gegen die digitale Vermüllung unserer Gehirne wehren". Hier zeigt die Neurowissenschaftlerin, wie die alltägliche Informationsflut unserem Gehirn schadet und zeigt neue Wege im Umgang damit. Zugleich erfahren wir, was konstruktiver Journalismus ist und wo wir ihn finden: "Perspective Daily". Klare Empfehlung für Buch und die Nachrichten-Redaktion!

 

Und hier noch zwei Schmöker:

Joyce, Rachel "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie"
Dieser Roman macht süchtig nach Musik und mehr von Rachel Joyce. Großartig!

Lily Brett "Chuzpe"

Köstlich zu lesen, ich habe viel gelacht. Geniale Idee, New Yorker Neurosen und polnischer Pragmatismus miteinander zu verknüpfen. 

 

Der Podcast, von dem ich 2020 fast alle Folgen gehört habe: "Mit Webinaren erfolgreich" von der Webverbesserin Mira Giesen. Manches ist schon in der Umsetzung, manches bleibt auf dem Plan - jedenfalls habe ich mich rangetraut und mal gemacht. Dafür steht auch Kerstin Wemheuer mit ihrem Podcast #f...einfachmachen. Erfolgreiche junge Frauen, die inspirieren. 

Foto: Heike Brandl
Aufgeräumt: Die Pinnwand ist bereit für 2021

Und was war privat so los?

Meine Schwiegermutter lebt seit etwa 1 ½ Jahren im Pflegeheim. Dort geht es ihr recht gut und sie ist zufrieden. Das Pflegeheim steht etwa zwei Autostunden von uns entfernt, so dass Besuche nun zwar regelmäßig, doch in gewissen Abständen stattfinden. Doch auch das war über viele Wochen gar nicht möglich, erst im Frühjahr und nun wieder. Wir behalfen uns mit Telefonaten und 10-Minuten-Gesprächen am offenen Fenster. Im Sommer und Herbst freute sie sich über Besuche und kurze Ausflüge mit dem Auto in die nähere Umgebung.

 

Ein Projekt, das uns das ganze Jahr beschäftigte, war das Elternhaus meines Mannes. Nach dem Auszug meiner Schwiegermutter begannen wir im Dezember 2019 mit der Räumung. Kurz zusammengefasst: Wir haben das Haus gekauft und wollen es möbliert vermieten. Bis zum Grundbucheintrag war es ein langer Weg, doch seit November ging es weiter mit streichen, putzen und vorbereiten für neue Mieter. Wir hoffen, dass das bis zum 1. Februar 2021 klappt.

 

Noch ein Projekt: Unsere Tochter zog im September um und wir halfen natürlich. Zum Glück war es von Erdgeschoß zu Erdgeschoß, so dass sich die Schlepperei in Grenzen hielt. 

 

Unser Sohn Maximilian startete im August wieder mit Rennen. Ein Etappenrennen im Schwarzwald verfolgten wir mit Spannung und Begeisterung vor Ort. Noch spannender war es jedoch beim Doppel-Weltcup im tschechischen Nove Mesto im Oktober, den wir natürlich nur am Bildschirm verfolgen konnten. Das Mitfiebern trieb den Puls ordentlich in die Höhe und ich konnte kaum glauben, dass er da unter die Top 10 fuhr. Einfach phänomenal. Und als Saison-Abschluss setzte er noch den Deutschen Meistertitel obendrauf: Großartig!

 

Erkenntnis: Ich bin froh, dass meine Kinder bereits erwachsen sind. Das war in diesem Jahr definitiv leichter, als es mit Kita- oder Schulkindern gewesen wäre. Und ich bin dankbar für die guten Beziehungen innerhalb unserer Familie. 

 

Und was wartet 2021 auf mich?

Wie sollen wir in diesem verrückten Jahr Pläne für das nächste machen? Doch ist es im Grunde nicht jedes Jahr dasselbe? Meistens kommt es sowieso anders als wir denken. Und dann gilt es wieder in neuen Gewässern surfen zu lernen. 

Dennoch: Der Mensch braucht Ziele und Pläne und ich habe auch welche.

  • Als Dozentin Aufträge in verschiedenen Branchen generieren (ja, das kommt wieder auf den Plan!)
  • Das Online-Business weiter entwickeln (Reichweite Blog und Newsletter, Webinare)

Und privat: 

  • mit dem Fahrrad wieder eine größere Tour machen (Ideen sind schon da)
  • wieder mehr schwimmen gehen und SUP (Standup-Paddling) lernen (surfen hab ich schon probiert ;) und das Wasser liebe ich schon)

So  wird es 2021 sicher ebenso wieder einiges zum Lernen geben. Noch ein Zitat:

 

"Ich lerne noch." Michelangelo

 

Dennoch will ich meinen Fokus auf etwas Neues richten. Daher lautet das Wort des Jahres 2021 Wachstum.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Judith Peters (Mittwoch, 23 Dezember 2020 21:00)

    Wow, Heike, was für ein Jahr! Ich bin beeindruckt, was du alles erreicht und gelernt hast. Besonders schön finde ich ein Zitat vom Anfang: "Egal auf welcher Seite ich stehe, ich habe immer Einfluss (nur) auf meinen Part, und meine Sprache steckt die anderen an. So kann es gelingen." Ja, Sprache steckt die anderen an und mich hat dein Jahresrückblick angesteckt!
    LG Judith