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"Ich habe keine Zeit für Kommunikationstraining." - Wie du langfristig damit Zeit gewinnst

Woher kommt diese Idee, dass du keine Zeit für Kommunikationstraining hast?

Kommunikationstraining - damit meine ich mehr als einen Vortrag anzuhören.

 

Das bedeutet, sich wirklich mit der eigenen Sprache zu befassen und sie weiter zu entwickeln.

Das bedeutet, sich eben mit sich selbst zu befassen, eigene Werte und Überzeugungen zu reflektieren.

Das bedeutet, sich kritisch mit sich selbst auseinanderzusetzen. 

Das bedeutet, anderen - in der Trainingsgruppe oder der Trainerin - zuzuhören und Rückmeldungen anzuhören und anzunehmen. 

Das bedeutet also Persönlichkeitsentwicklung. 

 

Wieviel Zeit hast du dir dafür schon bewusst gegönnt?

Gehörst du zu denjenigen, die immer erstmal alles für die anderen erledigen?

Oder sagst du: "Erst muss ich noch ... (die Steuererklärung machen, den Dachboden aufräumen, das Projekt abgeschlossen haben  ...)."?

Oder schiebst du es lieber, bis die Kinder aus der Grundschule raus sind?

Hoffst du, dass es an der neuen Arbeitsstelle sowieso alles besser wird, mit den Kolleg:innen, mit der Chef:in?

 

Kennst du den einen oder anderen dieser Glaubenssätze? Oder diese Strategien um damit umzugehen?

 

Willkommen im Club der "Ich habe keine Zeit" - Menschen

Keine neue Erkenntnis, dennoch immer wieder wichtig festzuhalten: Wir haben alle gleich viel Zeit.

 

Täglich, übers Jahr - nur die Lebenszeit, die ist unterschiedlich. 

 

Verbringst du deine Lebenszeit damit, dich über Missverständnisse zu ärgern?

Sagst du deinen Kindern, Mitarbeiter:innen, Partnern, Kolleg:innen die Dinge oft mehrfach?

Redest du selbst so schnell, damit du (scheinbar) Zeit gewinnst?

Sagst du das auch häufig? "Ich habe keine Zeit."

Und gehören folgende Redewendungen zu deinem Sprachgebrauch:
"Ich habe es eilig."
"Das muss schnell gehen."
"Beeil dich mal!"
"Ich hetze mich hier ab und ..."

 

Uff. 

Schaffe dir die Zeit für dich!

 

Wie du langfristig mit Kommunikationstraining Zeit gewinnst

  1. Du wirst lernen, die Menschen gezielt so anzusprechen, dass sie dir zuhören. Das gelingt gut mit den 3A - Ansprechen - Anschauen - Atmen.
    Beispiel:
    Sabine ruft durch die Wohnung "Essen ist fertig." - Weder ihr Mann Peter im Arbeitszimmer, noch der Sohn mit den Kopfhörern auf den Ohren, noch die in den Schmöker vertiefte Tochter reagieren. Sabine ruft noch zwei-, dreimal, wird lauter und reißt schließlich beim Sohn die Zimmertür wütend auf: "Ständig brauchst du eine Extra-Einladung!" Die Stimmung beim Essen ist im Keller.
    Was tun?
    Sabine geht gleich von Raum zu Raum und spricht jeden einzeln freundlich an. Bei der Gelegenheit kann sie auch noch jemandem zum Tischdecken holen. 

  2. Damit wird deine Botschaft ankommen und du brauchst sie nicht mehrfach zu wiederholen. Dazu liest du mehr in meinem Artikel Wie werde ich besser gehört?.

  3. Du kannst lernen, deine Botschaft so klar zu formulieren, dass die Missverständnisse weniger werden oder sogar ganz ausbleiben.
    Beispiel:
    Sabine sagt zu ihren Mitarbeiter:innen in der Besprechung: "Wer könnte heute mal das Protokoll übernehmen?" - Keine:r meldet sich. Am Ende schreibt Sabine das Protokoll selbst und ärgert sich über die mangelnde Unterstützung.
    Was tun?
    Sabine erklärt ihren Mitarbeiter:innen, dass sie das Protokoll künftig im rollierenden System schreiben werden, einschließlich ihr selbst, und dass sie das heute gleich erledigen werde. Dann ergänzt sie: "Anja, dein Name beginnt mit A - du wirst dann die nächste sein. Bitte stell dich darauf ein." 

  4. Du kannst lernen dein Sprechtempo zu beeinflussen und Pausen gezielt zu setzen. Damit erleichterst du deinen Zuhörer:innen, dir gut folgen zu können. In meinem Artikel Schnelles Reden - mehr erreichen liest du mehr dazu.

  5. Du wirst deinen Wortschatz und deinen Sprachgebrauch überprüfen und wahrnehmen, wie er auf dich und deine Gesprächspartner:innen wirkt. 
    Beispiel:
    Sabine sagt sehr oft "Ich muss noch schnell ... und dann muss ich noch schnell ..., dann hab ich Zeit (für dich)." sowohl im privaten wie im beruflichen Umfeld. Ihr 13jähriger Sohn sagt schon "Mama, du nervst voll mit deiner Hektik." Die 8jährige trödelt häufig. Die Kollegin kommentiert "Hetz mich nicht so!" und ihr Mann Peter sagt abends "Machst du wieder einen Stress ..."
    Was tun?
    Sabine bekommt im Kommunikationstraining von anderen Teilnehmer:innen diese Wirkung auch rückgemeldet. Das beschäftigt sie und sie sucht und findet gemeinsam mit der Gruppe und der Trainerin Wege, manches ohne "schnell" zu formulieren und mehr Ruhe in ihre Sprache und damit ihren Alltag zu bringen. Am Ende lernt sie, sich selbst mehr Muße zu gönnen - geschenkte Zeit.

  6. Du kannst Kommunikationsstrategien erlernen, mit denen du dir das Leben wesentlich leichter machen kannst - in Familie, Freizeit und Beruf. 
    Das LINGVA ETERNA Kommunikationsmodell von Dr.Theodor v. Stockert umfasst fünf Schritte. Jeder einzelne ist für das gute Gelingen von Gesprächen aller Art wichtig. Es ist sinnvoll, sie alle, und auch alle in der richtigen Reihenfolge zu gebrauchen. 
    Beispiel:
    Sabine sagt zu ihrem Mann: "Morgen ist Müllabfuhr." Weiter nichts. Peter sagt: "Mmh." und liest weiter in der Zeitung. Nichts passiert. Sabine schimpft vor sich hin "Du könntest wirklich mehr mithelfen!" Peter weiß gar nicht, was nun wieder los ist.
    Was tun?
    Sabine sagt schon beim Abendessen "Morgen ist Müllabfuhr. Peter, bitte nimm nach dem Essen den Müllbeutel mit hinaus und stell die Tonne nach vorne!"

Einen Einblick in die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten, z.B. auch zum Kennenlernen des LINGVA ETERNA Kommunikationsmodells, kannst du am 02.10.21 beim Symposium unserer Dozentenvereinigung gewinnen. Auch ich werde wieder einen Vortrag halten. Nähere Informationen und die Anmeldung findest du hier:

Habe ich dich überzeugt? Ist es an der Zeit, deine Sprache etwas weiter zu entwickeln?

Dann ist ein SprachCoaching oder ein Seminar an deinem Arbeitsplatz das richtige. 

Ruf mich an und lass uns darüber sprechen!

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